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Salmonellen-Gefahr bei Hühnerfleisch: Hofer ruft zwei Produkte in Österreich zurück

TV WIEN · NACHRICHTEN
ÖSTERREICH · GESUNDHEIT / VERBRAUCHER

Salmonellen-Gefahr bei Hühnerfleisch: Hofer ruft zwei Produkte in Österreich zurück

Der Diskonter Hofer ruft in Österreich vorsorglich zwei Hühnerfleisch-Produkte zurück. Grund ist eine mögliche Kontamination mit Salmonellen. Kunden sollen die betroffenen Produkte nicht konsumieren, sondern in die nächste Filiale zurückbringen.

WIEN, 3. Juni 2026. – Der Lebensmittelhändler Hofer hat in Österreich einen vorsorglichen Rückruf für zwei Hühnerfleisch-Produkte gestartet. Betroffen sind Produkte der Marke FairHOF, die in Hofer-Filialen erhältlich waren. Der Grund: Es besteht der Verdacht auf eine mögliche Kontamination mit Salmonellen. Kunden werden ausdrücklich aufgefordert, die betroffenen Produkte nicht zu verzehren.

Konkret handelt es sich um FairHOF Chicken Wings, 500 Gramm, sowie FairHOF gewürzte Hühner-Unterkeulen, 400 Gramm. Beide Produkte tragen die Chargennummer 6152007 und das Mindesthaltbarkeitsdatum 8. Juni 2026. Wer eines dieser Produkte gekauft hat, sollte es nicht zubereiten und nicht essen.

Der Verkauf der betroffenen Ware wurde gestoppt. Nach den vorliegenden Informationen können Kunden die Produkte in jede Hofer-Filiale zurückbringen. Ein Kassenbon ist dafür nicht erforderlich. Der Kaufpreis wird auch ohne Rechnung erstattet.

Welche Produkte sind betroffen?

Zurückgerufen werden FairHOF Chicken Wings, 500 Gramm, und FairHOF gewürzte Hühner-Unterkeulen, 400 Gramm. Beide Produkte haben die Chargennummer 6152007 und das Mindesthaltbarkeitsdatum 8. Juni 2026. Die Produkte sollen nicht gegessen werden.

Rückgabe auch ohne Kassenbon möglich

Hofer rät allen Kunden, ihre Kühlschränke und Gefrierfächer zu überprüfen. Besonders wichtig ist der Blick auf die Chargennummer und das Mindesthaltbarkeitsdatum. Stimmen diese Angaben mit dem Rückruf überein, sollte das Produkt nicht geöffnet, nicht zubereitet und nicht konsumiert werden.

Die Rückgabe ist unkompliziert möglich. Betroffene Kunden können die Produkte in die nächste Hofer-Filiale bringen. Ein Kassenbon wird nicht benötigt. Gerade bei Lebensmitteln ist das wichtig, weil viele Verbraucher ihre Rechnungen nicht aufbewahren.

Solche Rückrufe bedeuten nicht automatisch, dass jedes einzelne Produkt tatsächlich belastet ist. Sie werden jedoch vorsorglich durchgeführt, sobald ein Risiko für Verbraucher nicht ausgeschlossen werden kann. Bei Salmonellen reagieren Lebensmittelhändler und Behörden besonders sensibel, da eine Infektion ernsthafte gesundheitliche Beschwerden verursachen kann.

Warum Salmonellen gefährlich sein können

Salmonellen sind Bakterien, die vor allem mit Eiern, Geflügel, rohem oder nicht ausreichend erhitztem Fleisch in Verbindung gebracht werden. Eine Infektion kann zu einer Erkrankung des Magen-Darm-Trakts führen. Die Beschwerden treten meist einige Stunden bis wenige Tage nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel auf.

Typische Symptome sind Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und allgemeine Schwäche. Bei gesunden Erwachsenen klingt eine Salmonelleninfektion oft nach einigen Tagen ab. Für Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit geschwächtem Immunsystem kann sie jedoch deutlich gefährlicher werden.

Deshalb sollte bei einem offiziellen Rückruf nicht versucht werden, das Produkt durch Waschen oder besonders langes Erhitzen „zu retten“. Bereits beim Öffnen oder Verarbeiten können Bakterien auf Hände, Messer, Schneidebretter, Arbeitsflächen oder andere Lebensmittel übertragen werden. Die sicherste Lösung ist die Rückgabe.

Wichtig für Verbraucher

Wer die betroffenen Produkte gekauft hat, sollte Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum prüfen. Bei Übereinstimmung gilt: nicht konsumieren, nicht zubereiten, sondern in eine Hofer-Filiale zurückbringen.

Hühnerfleisch erfordert besondere Hygiene in der Küche

Unabhängig vom aktuellen Rückruf gilt bei Hühnerfleisch grundsätzlich besondere Vorsicht. Rohes Geflügel sollte immer getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert und verarbeitet werden. Besonders wichtig ist das bei Salaten, Brot, Obst oder anderen Speisen, die vor dem Verzehr nicht mehr erhitzt werden.

Nach dem Kontakt mit rohem Fleisch sollten Hände, Messer, Schneidebretter und Arbeitsflächen gründlich gereinigt werden. Hühnerfleisch muss vollständig durcherhitzt sein. Bei Produkten, die offiziell zurückgerufen wurden, sollte man sich aber nicht auf eine spätere Zubereitung verlassen, sondern der Empfehlung folgen und die Ware zurückbringen.

Besonders vorsichtig sollten Haushalte mit kleinen Kindern, älteren Menschen oder gesundheitlich geschwächten Personen sein. Bei ihnen können Magen-Darm-Infektionen schwerer verlaufen, und Flüssigkeitsverlust durch Durchfall oder Erbrechen kann schneller problematisch werden.

Was tun, wenn das Produkt bereits gegessen wurde?

Wer eines der betroffenen Produkte bereits gegessen hat, muss nicht automatisch erkranken. Dennoch sollte man in den folgenden Stunden und Tagen auf mögliche Symptome achten. Treten starker Durchfall, hohes Fieber, Blut im Stuhl, anhaltendes Erbrechen, Zeichen von Austrocknung oder starke Schwäche auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Besonders bei Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen ist eine rasche medizinische Abklärung sinnvoll. Beim Arzt sollte erwähnt werden, dass ein Produkt verzehrt wurde, das später wegen möglicher Salmonellenbelastung zurückgerufen wurde.

Für alle anderen gilt: Ruhe bewahren, aber aufmerksam bleiben. Wer das Produkt noch zu Hause hat, sollte es nicht weitergeben, nicht einfrieren, nicht zubereiten und auch nicht an Haustiere verfüttern.

Kurz zusammengefasst

Hofer ruft zwei FairHOF-Hühnerprodukte zurück: Chicken Wings 500 g und gewürzte Hühner-Unterkeulen 400 g. Betroffen sind Produkte mit der Chargennummer 6152007 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 8. Juni 2026. Die Ware kann ohne Kassenbon zurückgegeben werden.

Rückrufe ernst nehmen

Lebensmittelrückrufe kommen immer wieder vor und sind Teil eines funktionierenden Sicherheitssystems. Sie bedeuten nicht automatisch, dass eine große Zahl an Menschen gefährdet ist. Sie zeigen aber, dass mögliche Risiken schnell erkannt und öffentlich gemacht werden sollen.

In diesem Fall sind die betroffenen Produkte klar benannt. Das erleichtert die Kontrolle zu Hause. Entscheidend ist nun, dass Verbraucher die Angaben prüfen und die betroffene Ware nicht konsumieren.

Die wichtigste Botschaft bleibt daher einfach: Wer die genannten FairHOF-Produkte gekauft hat, sollte sie nicht essen. Eine kurze Kontrolle kann gesundheitliche Probleme verhindern.

Zoran / TV Wien


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