GASTRONOMIE · WIEN
ŠIBENIK · OYSTER22
Adriatischer Luxus in Wien: Šibeniks Oyster22 erobert die Wiener Gourmetszene
Šibeniker Aquatorium und Wiener Gourmetszene auf einem Teller: Im Restaurant Gastro Fisch Brač in Wien wurden die Austern und Miesmuscheln von Oyster22 präsentiert. Die Gäste bekamen eine seltene Gelegenheit, das zu kosten, was viele Küchenchefs heute „die pure Essenz des Meeres“ nennen.
• Oyster22: nachhaltige Austern- und Muschelzucht im Šibeniker Aquatorium, zwischen Kornati und Krka.
• Präsentation in Wien im Restaurant Gastro Fisch Brač, mit Gästen aus Diplomatie, Tourismus und Gastronomie.
• Europäische Auster (Ostrea edulis) und Miesmuscheln als Premium-Produkte mit klarer Herkunft und wissenschaftlichem Monitoring.
• Ziel: langfristige Partnerschaft Šibenik–Wien und Aufbau der Marke „Adriatische Muschel“ auf dem österreichischen Markt.
Šibeniker Meer auf Wiener Tellern
Wien wurde für einen Abend zur kulinarischen Bühne der Adria: Im Gastro Fisch Brač präsentierte das Šibeniker Unternehmen Oyster22 seine Austern und Miesmuscheln aus einem der saubersten Meeresgebiete Europas. Eingeladen waren Journalistinnen und Journalisten, Distributoren sowie ausgewählte Gäste aus Gastronomie und Tourismus.
Anstatt auf klassische PowerPoint-Präsentationen zu setzen, erzählte man die Geschichte über den Teller: Die Austern kamen frisch geöffnet auf den Tisch, mit minimalen Beigaben – ein paar Tropfen Zitrone oder völlig pur. Im Mittelpunkt standen der Duft des Meeres, die Textur der Muscheln und die Geschichte dahinter: Zwei Šibeniker, die ihre sicheren Staatsjobs aufgegeben haben, um zum Meer zurückzukehren.
Oyster22: Zuchtgebiet zwischen Kornati und Krka
Das Aufzuchtgebiet von Oyster22 liegt im Šibeniker Aquatorium, am Eingang zu den Nationalparks Kornati und Krka. Kristallklares Wasser, hohe Salinität und natürliche Meeresströmungen bilden die Grundlage für eine außergewöhnliche Qualität. Industrielle oder kommunale Belastungen sind hier minimal – ein entscheidender Faktor für die empfindliche europäische Auster.
Oyster22 arbeitet nach einem Modell nachhaltiger Aquakultur, in enger Zusammenarbeit mit kroatischen und europäischen Fachleuten. Das Meer wird laufend überwacht – von Temperatur und Salzgehalt bis hin zur mikrobiologischen Reinheit –, um stabile Bedingungen für Austern und Miesmuscheln zu sichern.
Vom sicheren Beamtenjob zurück zum Meer
Hinter dem Namen Oyster22 stehen zwei Šibeniker Familienväter: Krešimir Kovač und Matija Bumbak. Beide waren jahrelang im öffentlichen Sektor beschäftigt, mit sicheren Einkommen und klaren Karrieren. Trotzdem entschieden sie sich, die Komfortzone zu verlassen und zu dem zurückzukehren, womit sie aufgewachsen sind – dem Meer und der Fischereitradition ihrer Region.
Der Weg von der ersten Idee bis zur ersten verkauften Muschel war alles andere als einfach: Genehmigungen, Investitionspläne, Aufbau der Infrastruktur, Anschaffung der Ausrüstung und die Unberechenbarkeit des Meeres. Doch das Ziel war von Anfang an klar: kein Wettrennen um Masse, sondern Fokus auf höchste Qualität und Nachhaltigkeit.
• Krešimir Kovač betont, dass ihm die Kindheit mit dem Großvater, einem Fischer, gezeigt hat, wie unberechenbar, aber auch wie großzügig das Meer sein kann.
• Matija Bumbak sagt, dass Muschelzüchter in der Praxis zu den größten „Ökologen“ gehören: Ohne sauberes Meer gibt es schlicht kein Geschäft.
Europäische Auster: seltene Delikatesse mit „Meeres-Essenz“
Die europäische Auster (Ostrea edulis) ist eine autochthone Art, heute deutlich seltener als die weit verbreitete Pazifische Auster. Sie wächst langsamer, ist empfindlicher gegenüber Umweltveränderungen und benötigt extrem sauberes Wasser – Gründe, warum ihre Bestände in vielen Teilen Europas zurückgegangen sind.
In Wien wurde sie so serviert, wie Spitzenköche es am liebsten haben: frisch geöffnet, mit wenigen Tropfen Zitrone oder völlig pur. Zahlreiche Gäste beschrieben den Geschmack als „mineralisch“, „wie ein Schluck sauberes Meer“, mit einem langen, salzigen Abgang, der an Stein, Salz und einen Sommertag an der Adria erinnert.
Miesmuscheln aus Šibenik: fleischig, sauber und ohne Fremdnoten
Neben den Austern präsentierte Oyster22 auch seine Miesmuscheln (Mytilus galloprovincialis) aus dem Šibeniker Aquatorium. Das saubere, salzige Wasser sorgt für fleischige Textur und einen klaren, typischen Adria-Geschmack – ohne schwere oder „fremde“ Gerüche.
In Wien wurden sie in klassischen und modernen Varianten zubereitet: von der traditionellen Dalmatinska buzara bis zu minimalistischen Kombinationen mit Weißwein, Olivenöl und mediterranen Kräutern. Für viele war es der erste Kontakt mit einer „echten adriatischen Miesmuschel“.
• Aufbau einer langfristigen Partnerschaft zwischen Produzenten aus Šibenik und Wiener Gastronomie.
• Stärkung der Marke „Adriatische Muschel“ auf dem österreichischen Markt.
• Motivation für weitere Investitionen in nachhaltige Aquakultur in der Region Šibenik-Knin.
Wie es weitergeht: Adria-Muscheln fix in Wien?
Für Oyster22 war der Abend im Gastro Fisch Brač kein einmaliger „Showcase“, sondern der Auftakt für eine dauerhafte Präsenz in Wien. Geplant sind regelmäßige Lieferungen, Kooperationen mit ausgewählten Restaurants und weitere Präsentationen für Fachpublikum.
Für Wien eröffnet sich damit der Zugang zu einigen der hochwertigsten Muscheln der Adria – mit klarer Herkunft, transparentem Qualitätsmanagement und einer glaubwürdigen Geschichte von Menschen, Meer und Region. Genau diese Kombination suchen heute anspruchsvolle Gäste – auf der Speisekarte und dahinter.
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