Our website use cookies to improve and personalize your experience and to display advertisements(if any). Our website may also include cookies from third parties like Google Adsense, Google Analytics, Youtube. By using the website, you consent to the use of cookies. We have updated our Privacy Policy. Please click on the button to check our Privacy Policy.

Sanktionen und Abschiebungen: Österreich verschärft Asylstrategie 2026


TV WIEN · POLITIK

Sanktionen und Abschiebungen: Das ist die neue Asylstrategie Österreichs

WIEN · 14. Jänner 2026

Die österreichische Bundesregierung hat am Donnerstag die nationale Umsetzung der neuen gemeinsamen europäischen Asylregeln (GEAS) präsentiert.
Geplant sind unter anderem längere Anhaltezeiten bei der Einreise über Flughäfen, zusätzliche Sanktionsmöglichkeiten in der Grundversorgung sowie die
klare Ausrichtung auf Asylverfahren außerhalb der Europäischen Union.

KURZ ÜBERBLICK
• Längere Anhaltung von Asylwerbern am Flughafen möglich
• Mehr Sanktionen bei Fehlverhalten in der Grundversorgung
• Stärkerer Fokus auf Rückführungen und Verfahren außerhalb der EU

Asylverfahren künftig außerhalb der EU

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) und Außenministerin
Beate Meinl-Reisinger (NEOS) betonten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass Asylverfahren künftig grundsätzlich
außerhalb der EU durchgeführt werden sollen.

Ziel sei es, Schleppern ihre Geschäftsgrundlage zu entziehen und Migration besser zu ordnen.
Die neuen EU-Regelungen eröffnen laut Regierung erstmals den rechtlichen Spielraum für solche Antragszentren
sowie sogenannte Rückkehr- und Ausreise-Hubs.

Längere Anhaltung bei Einreise über Flughäfen

Eine zentrale Neuerung betrifft Asylwerber, die über einen Flughafen nach Österreich einreisen.
Unabhängig vom Einreiseort sollen ihre Verfahren künftig ausschließlich am Flughafen Wien-Schwechat abgewickelt werden.

Falls erforderlich, kann die Anhaltung dort künftig bis zu 18 Wochen dauern – bisher waren maximal sechs Wochen vorgesehen.

Mehr Sanktionen in der Grundversorgung

Auch bei der Grundversorgung sind Verschärfungen vorgesehen. Weitere Tatbestände werden definiert,
bei deren Vorliegen Leistungen gekürzt oder entzogen werden können.
Dazu zählt unter anderem das unerlaubte Verlassen einer Unterkunft.

Parallel dazu soll die freiwillige Rückkehr stärker gefördert werden. In Ausnahmefällen ist sogar
eine finanzielle Unterstützung für Personen vorgesehen, die das Land zwangsweise verlassen müssen.

Neues Eurodac-System mit Gesichtserkennung

Das europäische Eurodac-System wird grundlegend erweitert.
Künftig werden nicht nur Fingerabdrücke, sondern auch Gesichtserkennungsdaten erfasst.

Neu ist außerdem, dass biometrische Daten bereits von Kindern ab sechs Jahren registriert werden.
Zudem werden künftig auch Drittstaatsangehörige ohne Aufenthaltsrecht sowie Staatenlose in das System aufgenommen.

Politische Reaktionen gespalten

Die FPÖ zeigte sich wenig beeindruckt. Sicherheitssprecher Gernot Darmann sprach von „vager Zukunftsmusik“ aus Brüssel
und kritisierte fehlende sofortige Maßnahmen auf nationaler Ebene.

Die Grünen unterstützten grundsätzlich die Umsetzung der EU-Regeln, äußerten jedoch Skepsis gegenüber
Rückkehrzentren außerhalb Europas.

Zoran / TV Wien

Discover more from TV Wien / TV Beč

Subscribe to get the latest posts sent to your email.

By Zoran

Leave a Reply

Related Posts

This website uses cookies. By continuing to use this site, you accept our use of cookies. 

Discover more from TV Wien / TV Beč

Subscribe now to keep reading and get access to the full archive.

Continue reading